Entscheidungen
- patriciaerdmann
- 8. Juli
- 2 Min. Lesezeit
"Ja klar... Nein... ich mein Jein.." Wie Fettes Brot es schon so treffend ausdrückte, sind Entscheidungen manchmal schwer. 🤯
Man fühlt sich zwischen den Stühlen, die Pro- und Contraliste platzt aus allen Nähten und vielleicht reagiert unser Körper schon mit Stresssymptomen. Manche Entscheidungen kosten uns viel. Viel Kraft, viel Gehirnschmalz und vor allem viele viele Nerven.

Wie fällt man also richtig(e) Entscheidungen?
Ich wette du kennst die Münzwurfentscheidung. Man wirft eine Münze und gibt den Seiten der Münze die Bedeutung der Wahlmöglichkeiten. Und dann fällt die Münze... Die Seite der Münze entscheidet, und du merkst, ob du diese Entscheidung wolltest oder eigentlich nicht. Spannend, wie so ein Gegenstand einem auf einmal zeigen kann, zu welcher Variante man eigentlich tendiert hat, oder?
Ich denke, dass auch bei großen Entscheidungen, eigentlich unser Körper schon genau weiß, was und gut tun würde. Es gibt eine Art Bauchgefühl. (Rein wissenschaftlich entsteht dieses Gefühl maßgeblich durch den Erfahrungsschatz und die Schnellverarbeitung von aufgenommenen Informationen, und stellt damit eine Verbindung zu unserem Unbewussten dar). Diese Intelligenz des Körpers, in diesem Fall die Intelligenz des Unbewussten, ist eine wertvolle Ressource wenn wir uns entscheiden wollen.
Was können wir nun also tun, wenn wir nicht auf eine Münze vertrauen wollen, aber uns diese Intelligenz zu Nutze machen wollen?
Hier kommt eine meiner liebsten systemischen Methoden für den Alltag ins Spiel. Du brauchst einen Stift und Post-its oder Zettel, ein ruhiges Fleckchen und etwas freien Boden:

1. Schreibe alle Optionen, die du hast, auf separate Zettel.
2. Dann verteilst du deine Optionen frei im Raum auf den Boden.
3. Atme tief durch und positioniere dich so im Raum, dass du auf keinem Zettel stehst. Fühle in deinem Körper herein, wie fühle ich mich im hier und jetzt?
4. Gehe bewusst in eine Option. Mit dem Gedanken "Wie fühlt es sich an, wenn ich Option 1 wähle?". Stelle dich auf den ersten Zettel und fühle in dich hinein. Was fühle ich jetzt? Wie fühlt es sich im Gegensatz zu vorher an? Fühle ich eventuell einen Druck, oder eine Verspannung? Fühle ich mich leichter? Schaue genau, was sich in deinem Körper verändert.
5. Nun trittst du wieder von der Option zurück und schüttelst sie ab, verbindest dich bewusst wieder mit dem hier und jetzt. Es kann helfen dich wirklich einmal zu schütteln.
6. Nun gehst du nach und nach alle Optionen durch.
7. Es werden Optionen gehen und wenn du zwischen 2 Optionen stehst atme noch einmal tief durch, vertraue darauf, dass dein Körper weiß, was für dich in diesem Moment das richtige ist. Dann fühle noch einmal in die Optionen.
8. Am Ende bitte alles abschütteln :)

Probier es gern mal aus, bei mir hat diese Methode oft zu Optionen geführt, die ich vorher gar nicht auf dem Schirm hatte. Also prüf gerne, ob sich auch eine neue Option auftut.
Und wie fühlt es sich an, bei Entscheidungen den Körper mitzunehmen?
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